Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis)

Zart lila bis weiß, wie Schaumkronen, schimmern die Blüten zahlreich auf nährstoffreichen

Feuchtwiesen oder in Gräben und lichten Wäldern in etwas höheren Lagen, wo es nicht allzu trocken ist. Der Kreuzblütler präsentiert seine aus vier Blütenblättern bestehende Blüte traubig, wie am Stängel nach oben geschoben. Auf bewirtschafteten feuchten Wiesen kann sich die Cardamine, vom griechischen Wort Kardamine für Kresse, gut etablieren. Dies verrät uns auch bereits seine kulinarische Verwendung. Die ausdauernde, bis zu einem halben Meter hohe Pflanze zählt zu den Hemikryptophyten, die mit Rhizom unter der Erde und einer Halbrosette über der Erde, die meist auch im Winter grün ist, überwintert. Die unpaarig gefiederten Blätter an der Blattrosette können vor der Blüte gesammelt und in der Küche als Salat und Aufstrich in Maßen genossen werden. Nicht nur, dass die Pflanze scharf, Kresse artig schmeckt, sie ist auch etwas bitter und in zu hohen Dosen kann die Magenschleimhaut gereizt werden. Die Blüte folgt im April bis Juli und bildet danach Schoten aus, die zahlreiche Samen beinhalten. Die ausgereiften Schoten sprengen sich und die Früchte fallen zur Fortpflanzung aus.

Das Wiesenschaumkraut war 2006 Pflanze des Jahres um auf den zurückgehenden Lebensraum durch Trockenlegung von Wiesen hinzuweisen. Die Pflanze kann nur mit einer gewissen Feuchtigkeit gedeihen.

Die Bezeichnung Schaumkraut könnte sich auf die schaumigen Tropfen der Schaumzikaden, kleine Insekten die von der Pflanze leben, auf den Blüten zurückführen lassen.

Inhaltsstoffe: Senfölglycosid, Bitterstoffe Vit.C., Eisen, Magnesiuim, äth. Öle

Wirkung: leberunterstützend, nierenanregend, blutreinigend, stoffwechselanregend

Blüten sind als Dekoration verwendbar.

Die Samen können wie Pfeffer verwendet werden.


Topfenaufstrich

1 Pkg Topfen, 1 Becher Rahm, ½ Hand voll Wiesenschaumkrautblätter klein schneiden, 1 EL Olivenöl, Kräutersalz, ev. mit rotem Paprika kombinieren.


Frühlingssalat

1 Hand voll Löwenzahnblätter geschnitten, 1 Hand voll Vogelmiere geschnitten, ½ l Hand voll Wiesenschaumkrautblätter geschnitten, 1kg gekochte Erdäpfel geschnitten - alles vermengen und mit einer Marinade aus Senf, Leinöl und Kräutersalz verfeinern.


Wiesenschaumkrauttee

Zur Unterstützung von Leber und Nieren in geringen Dosen als Kuranwendung, da es sonst zu Reizung von Magen und Nieren kommen kann.

2 TL zerkleinerte Blätter mit ¼ l heißem Wasser aufgießen, 10 min ziehen lassen, 1 mal tägl. trinken

Oder einfach aufs Butterbrot, dafür eignen sich Wildkräuter besonders und es lassen sich die verschiedenen Geschmäcker genau erkunden und wahrnehmen.


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Elke Wallner-Zeinzinger

Kräuterpädagogin

Wachau.hiata

Grüne Kosmetik Pädagogin

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